4. Geschichte

Das passiert vorher:

Einige Sekunden herrschte Stille.
"Es wird bald Tag werden", sprach der Hund weiter. "Ich fürchte,
du musst hier bleiben, bis die Nacht wieder kommt. Eine Rettungsaktion
am Tage wäre zu riskant. Wir sind mitten in der Stadt,
da sind viele Menschen unterwegs. Ruh dich ein wenig aus.
Wir werden dir etwas zu essen beschaffen und dabei so unauffällig
wie möglich sein."
Hubert seufzte und Krakelie strich ihm über den Rücken.
"Versuche zu schlafen. Ich komme bald wieder", sagte sie mitfühlend
und schlug ihre Flügel auseinander.
"Krakelie", flehte Hubert, als die Krähe oben angekommen war,
"gibt es hier so etwas wie Turmgeister?"


Von Elena aus Ebern (8 Jahre)

"Natürlich nicht", sagte Krakelie. Dann verschwand sie im Dunkeln.
Hubert war es mulmig im Bauch. Hubert dachte: "Komme ich hier wieder raus?"
Auf einmal hörte er einen lauten Seufzer. Es klang, als würde jemand weinen.
Leise legte er sein Ohr an die Wand.
Tatsächlich! Neben der Wand weinte jemand. Es klang sehr traurig.
"Wer konnte das sein?", dachte Hubert.
"Vielleicht doch ein Turmgeist", jagte es durch seinen Kopf. Dann hörte
das Weinen auf.
Eine Gestalt flog durch die Wand. Hubert erschrak.
Leise fragte er: "Wer b-b-bist du?"
"Ich heiße Willi", sagte die Gestalt.
"Hast du Blumen gesehen?", fragte Willi.
"Draußen im Garten", sagte Hubert.
"Ich heiße außerdem Hubert", sagte Hubert.
"Danke!", rief Willi.
Als Dankeschön brachte er Hubert aus dem Turm.
Als Krakelie am Morgen mit Essen kam, erzählte er ihr die Geschichte.
Krakelie staunte nicht schlecht. Sie hatte gelogen.


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